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Lithium-Batterien
Weltweit wird derzeit an leistungsstarken Batterien für Elektroautos getüftelt. Dabei schält sich die Lithium-Ionen-Batterie mehr und mehr als Favorit heraus. In einer solchen Batterie wird die Spannung über den Austausch von Lithium-Ionen erzielt. Lithium-Ionen-Batterien haben eine hohe Energiedichte, liefern über den gesamten Entladezeitraum eine konstante Leistung und weisen keinen sogenannten Memory-Effekt auf, also einen sukzessiven Leistungsabbau bei langjähriger Benutzung. Damit sind Lithium-Ionen-Batterien herkömmlichen Akkumulatoren wie Nickel-Cadmium-Akkus eindeutig überlegen. Doch für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien bedarf es einer großen Menge an Lithium. Je nach Bauart werden etwa 80 Gramm bis 130 Gramm metallisches Lithium je Kilowattstunden-Speicherkapazität benötigt. Das hört sich im ersten Moment nach nicht viel an, summiert sich aber unterm Strich auf eine nicht ganz unbedeutende Summe. So ist der Mini E, ein von BMW in einer Pilotstudie gebautes Elektrofahrzeug, mit einem Lithium-Ionen-Speicher mit einer Gesamtkapazität von 35 Kilowattstunden ausgestattet. Quelle: Mini/BMW Mini E von BMW – schadstoffarm dank Elektroantrieb
Doch Lithium-Ionen-Batterien wird man auch für andere Anwendungen benötigen. So zum Beispiel für die Speicherung von Strom aus alternativen Energiequellen. Überall entstehen derzeit große Windparks oder werden Solarzellen installiert. Für den Umweltschutz ein Riesenfortschritt, für die Stromnetze eine enorme Herausforderung. Denn alternative Energiequellen weisen bei ihrer Stromerzeugung häufig extreme Schwankungen auf. Wenn der Wind bläst oder die Sonne scheint, werden in kurzer Zeit große Mengen an Strom in das Leitungsnetz „gepumpt“. Strom, der dann vielleicht gar nicht gebraucht wird. Berechnungen des Bundesverbandes Windenergie zufolge gehen schon heute bis zu 15 Prozent des Jahresertrags einer Windfarm verloren, weil die Turbinen wegen Netzauslastung kurzfristig abgestellt werden müssen. Lithium-Ionen-Batterien könnten hier Abhilfe schaffen, indem sie die zuviel produzierte Energie speichern und erst bei Bedarf wieder ins Leitungsnetz abgeben.
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